100 Wortgedanken~

 

Frühlingsgefühle

 

Langsam wird es Frühling. Das spüre ich. Kirschbäume blühen und überall turteln junge Paare. Im Sommer wird es hoffentlich wieder abklingen, diese Turtelei. Zumindest hoffe ich das. Es nervt. Nicht, weil ich seit Ewigkeiten Single bin - und das hat sehr gute Gründe! - oder mich immer in eine Ecke verkrieche, sobald eines in der Nähe ist. Es ist einfach so. Das ich mit Pärchen nicht umgehen kann. Und so vertraue ich meinem Gefühl, dass mir sagt: Finger weg von alledem.
"Komm schon!", rufst du mich aber. Mein Magen kribbelt. Tausende von Schmetterlingen. Ich werde weiterhin alle meiden. Außer dich.

 

Gewitter

 

Ein Donnergrollen. Zucken der Blitze. Alles, die Welt, verschwimmt vor meinen Augen zu einem einzigen Sturm. Gewitterwolken sind dicht an dicht gedrängt und verängstigen mich. Was soll ich nur tun?, schreit es in mir. Unfähig, mich zwischen diesem Lärm zu bewegen, schreite ich in meinen Gedanken das Haus ab. Nirgendwo erschien es mir leiser als hier. Nirgendwo. Auch nicht, wenn ich meine Hände verzweifelt auf meine Ohren presse, immer noch höre ich die Jubelschreie des Sturmes. Wann wird es wohl vorbei sein?, frage ich mich, hämisch schon fast in Gedanken. Und ich bete dafür, dass dieses Gewitter endlich aufhören soll.

 

Freizeit

 

Schlendern durch die Einkaufsstraßen gehört zu meinem Alltag. Immer wieder begegne ich den gleichen Leuten, den gleichen Gesichtern also. Und so schlendere ich auch heute, nicht wissend, was ich in der freien Zeit, die ich nun vergeude, tun sollte.
Lernen wäre eine Idee. Malen, meinen Hobbys nachgehen. Doch wieso das tun, wenn man doch zwei Beine hat, mit denen man durch die eigene Stadt gehen kann.
Seufzend atme ich die frische Luft ein, die man mir entgegenströmt.
Ja. Eine freie, na ja, mit Läden gesäumte Fläche, eine Menschenmasse und sonstiges.
Und so werde ich auch morgen wieder schlendern.

Grüne Wiese

 

Wenn man, wie ich es gerade tue, auf einer blattgleichen grünen Wiese spazieren geht, welche Gedanken können einen in den Sinn kommen?
Sind es Gedanken, so leicht wie der hier vorherrschende Sommerwind oder sind sie so bunt und vielfältig wie die Blumenpracht hier und da?
Oder ganz einfach so farblos wie die Luft um uns herum, die wir atmen?
Vielleicht sind sie aber auch, ganz einfach, von dem selben Grün wie die diese Wiese hier? Voll in der Farbe der Hoffnung? Leuchtend wie frisches Gras?
Aber weiter mag ich nicht mehr nachdenken.
Denn es ist bei jedem anders, oder nicht?

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